Gute Nachrichten für Westmittelfranken: Im Rahmen der Fraktionsinitiativen der Regierungskoalition aus CSU und FREIEN WÄHLERN zum Doppelhaushalt 2026/2027 wird das Pilotprojekt „ANpacken“ mit insgesamt 100.000 Euro unterstützt. Darüber informieren die CSU-Landtagsabgeordneten Andreas Schalk, Helmut Schnotz und Werner Stieglitz sowie Wolfgang Hauber von den FREIEN WÄHLERN. Mit Fraktionsinitiativen von mehr als 110 Millionen Euro runden die beiden Landtagsfraktionen den Haushalt 2026 ab, setzen eigene Schwerpunkte und regionale Impulse im ganzen Freistaat.
„Ich freue mich sehr, dass wir dieses innovative Projekt für unsere Region erfolgreich in den Doppelhaushalt einbringen konnten. ‚ANpacken‘ stärkt die Krisenresilienz der Bevölkerung und leistet gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsgewinnung im Bereich der Rettungs- und Hilfsorganisationen“, erklärt Andreas Schalk zu der Initiative der Regierungsfraktionen.Der Landkreis Ansbach ist flächenmäßig der größte Landkreis Bayerns. Die Sicherstellung einer leistungsfähigen medizinischen Versorgung und eines funktionierenden Rettungswesens stellt deshalb besondere Herausforderungen dar. „Genau hier setzt das Projekt ‚ANpacken‘ an. Geplant ist im Bereich des Rettungszweckverbands Westmittelfranken – mit den Landkreisen Ansbach und Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim sowie der Stadt Ansbach – eine große Veranstaltung mit Zirkelausbildung zur Stärkung der Krisenresilienz“, wie der Feuchtwanger Facharzt für Allgemeinmedizin, Notarzt und Projektleiter Dr. Simon Sitter hervorhebt. Ziel sei es, Bürgerinnen und Bürgern in diesem Rahmen praxisnah grundlegende Fähigkeiten in medizinischer Erstversorgung, Brandbekämpfung, Zivil- und Katastrophenschutz sowie in Fragen der Selbstvorsorge an die Hand zu geben und die eigenen Fähigkeiten im Notfall zu stärken.
Zugleich soll das Projekt gezielt neue Mitglieder für Rettungsdienst, Feuerwehren, THW, Bundeswehr-Reserve und weitere Hilfsorganisationen gewinnen. Eine wissenschaftliche Begleitung sorgt dafür, dass Erfahrungen und Daten systematisch ausgewertet und für die strategische Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes nutzbar gemacht werden.
Ein weiterer Baustein des Projekts ist die digitale Aufbereitung der Ausbildungsinhalte. Über eine zentrale Plattform sollen moderne Lehrmaterialien und Videos dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht werden, sodass sie auch für zukünftige Veranstaltungen und zur niederschwelligen Weiterbildung genutzt werden können. „Mit ‚ANpacken‘ wird dauerhaft ein wichtiger Impuls für mehr Sicherheit, mehr Engagement und mehr Resilienz in unserer Region gesetzt“, zeigt sich Andreas Schalk von dem Konzept überzeugt.
„Das Projekt verbindet Bürgerengagement, Ausbildung und wissenschaftliche Evaluation auf vorbildliche Weise“, betont zudem Helmut Schnotz. „Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, möglichst viele Menschen für den Umgang mit Not- und Krisensituationen zu sensibilisieren.“
Auch Werner Stieglitz unterstreicht den langfristigen Nutzen: „Wenn mehr Menschen grundlegende Fähigkeiten zur Selbsthilfe und Ersten Hilfe besitzen, stärkt das nicht nur die Sicherheit der Bevölkerung, sondern entlastet im Ernstfall auch die professionellen Einsatzkräfte.“ Dem pflichtet auch der für die Stimmkreis Ansbach Nord und Ansbach-Süd zuständige FW-Landtagsabgeordnete Wolfgang Hauber bei: „Der Schutz der Bevölkerung und eine starke Krisenvorsorge sind zentrale Aufgaben der Politik. Diese finanzielle Unterstützung für ein absolut sinnvolles Projekt ist deshalb auch ein gutes Beispiel für die konstruktive Zusammenarbeit der Regierungsfraktionen.“
Insgesamt dürfen sich rund 600 Projekte in ganz Bayern über Zuschüsse freuen. Vom Nachwuchssport über innovative Medizin-Projekte bis hin zur Unterstützung einer lebendigen Erinnerungskultur. Besonders im Fokus stehen dabei die Unterstützung der Inneren Sicherheit sowie Aufstockungen bei Bildung, Wissenschaft und Gesundheit. Auch das ehrenamtliche Engagement und der Sport werden unterstützt.